Meine Filmauswahl

Dieser Beitrag ist kein Beitrag im eigentlichen Sinne. Es ist vielmehr eine Übersicht der Filme, die ich nutze und meine Gedanken dazu. Mir ist bewusst, dass sowas immer sehr subjektiv ist und auch, dass es viel mehr Filme da draußen gibt, die ich hier nicht aufführe. Wie gesagt, hier geht es nur um die von mir genutzten Filme. Wie das halt so ist mit dem Geschmack und den eigenen Präferenzen, sie ändern sich im Laufe der Zeit. Deswegen werde ich diese Übersicht in unregelmäßigen Abständen aktualisieren.

Stand: 08.04.2020

Schwarzweißfilme

Adox Silvermax 100

Adox Silvermax 100, analog, Kleinbild, Bornholm
Adox Silvermax 100

Der Silvermax 100 ist ein nur im Kleinbildformat erhältlicher Film, der von Adox selbst im schönen Bad Saarow hergestellt wird. Er unterscheidet sich von anderen Schwarzweißfilmen durch seinen erhöhten Silbergehalt und den damit einhergehenden Vorteilen: gesteigerte Schärfe und Dynamik bei feinerem Korn. Ich entwickle den Silvermax entsprechend den Vorgaben von Adox in dem dafür vorgesehenen Entwickler, der passenderweise auch Silvermax heißt.
Mir gefällt die Charakteristik des Silvermax sehr, weswegen ich ihn auch immer „auf Lager“ habe. Zudem ist er preislich deutlich günstiger als z.B. der Kodak Tmax 100 oder der Fuji Acros 100.

Bergger Pancro 400

Kaufhaus Totschek Görlitz
Bergger Pancro 400

Der Pancro 400 ist ein besonderer Schwarzweißfilm, da er in seiner Emulsion sowohl kubische als auch Flachkristalle besitzt. Durch diese Kombination besitzt er einen weiten Belichtungsspielraum und eine sehr gute Tonwertabstufung bei gleichzeitig dezentem Korn. Ich liebe ihn und nutze ihn sehr gern für Architektur- und Portraitaufnahmen. Als Entwickler hat sich bei mir Kodak Xtol als am besten herausgestellt.

Foma 100/Kosmo Foto Mono

Kosmo Foto Mono, Foma 100, Birken
Kosmo Foto Mono

Der Foma 100 ist einer der günstigsten SW-Filme auf dem Markt, was ihn aber auf keinen Fall zu einem schlechten Film macht. Im Gegenteil, ich mag ihn sehr gern! Klar, er ist nicht so scharf wie der Adox Silvermax, hat auch nicht dessen Dynamikumfang und kann auch nicht mit dem exzellenten Schwarzschildverhalten des Fuji Acros mithalten. Doch er hat einen ganz eigenen, sehr klassischen Charakter und genau das gefällt mir. Der Kosmo Foto Mono ist übrigens der selbe Film in anderem Gewand. Über ihn habe ich schon mal ein paar Worte mehr verloren. Den Bericht findet ihr hier. Ich entwickle den Foma 100 in Kodak HC-110, Verdünnung B.

Fuji Acros 100 (mittlerweile durch Version II ersetzt)

Fujifilm Acros 100, Model, Lost Place
Fujifilm Acros 100

Der Fuji Acros 100 ist ein Film an dem sich die Geister scheiden. Die einen finden ihn zu steril, zu sauber und charakterlos, die anderen wiederum lieben ihn. Ich gehöre zu letzterer Gruppe. Der Acros ist der Film mit dem mit Abstand besten Schwarzschildverhalten. Bis zu 120s kann man belichten, ohne die Belichtung in irgendeiner Weise anzupassen. Und im richtigen Entwickler (Hände weg von Rodinal!) erwacht auch der Acros zu Leben und man kann ihm Charakter entlocken. Sein natürlicher Kontrastreichtum muss einem jedoch gefallen. Ich mag ihn, vor allem er in Kodak Xtol entwickelt wird.

Ilford Delta 3200

Ilford Delta 3200, analog, Mittelformat, Model, Doppelbelichtung
Ilford Delta 3200, Doppelbelichtung, belichtet auf ISO1600, entwickelt auf ISO3200

Der Delta 3200 war bis zum Erscheinen der Neuauflage des Kodak Tmax P3200 der letzte hochempfindliche Schwarzweißfilm auf dem Markt. Im Rollfilm-Format ist er es immer noch. Ich mag den Look, den man mit ihm erzeugen kann, Korn- und Kontrastreich. Manch einer mag meinen, dass der HP5+ um zwei Blenden gepushed besser aussähe, das kann ich jedoch nicht bestätigen. Vor allem in Ilfords DD-X-Entwickler zeigt der Delta 3200 was in ihm steckt. Besonders die Schattenzeichnung bei ISO3200 ist repektabel, da kommt der HP5+ bei weitem nicht heran.
Im Kleinbild-Format nutze ich den Delta allerdings nicht, denn da gibt es ja den Tmax P3200 aus dem Hause Kodak…

Ilford HP5 Plus

IlfordHP5+, analog, Mittelformat, Model
Ilford HP5 Plus

Der HP5 Plus von Ilford ist einer der verbreitetsten SW-Filme und auch einer der beliebtesten. Was macht ihn denn aus? Er ist ein Allrounder und recht gutmütig gegenüber Fehlbelichtungen. Zudem ist er preislich sehr attraktiv, sodass man ihn auch mal für Schnappschüsse nutzen kann. Auch wenn er eine „klassische“ Emulsion mit kubischen Kristallen besitzt, hat er doch einen anderen Charakter als der vergleichbare Kodak Tri-X 400.
Bei mir kommt als Entwickler Kodak HC-110, Verdünnung B zum Einsatz.

Kodak Tmax P3200

Kodak Tmax P3200, analog, Kleinbild, Tattoo, Reportage
Kodak Tmax P3200

Der Tmax P3200 ist einfach nur grandios! Er ist nochmal schärfer und kornärmer als der Delta 3200 und dabei noch etwas gutmütiger in den Schatten und Lichtern. Das Ganze ist gepaart mit einem knackigen Kontrast und damit einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich entwickle ihn in Kodak Xtol 1:1.
Schade, dass es ihn nur als 135er Format gibt, im Mittelformat würde er mir sicherlich auch sehr gefallen.

Kodak Tri-X 400

Kodak TriX 400, analog, Mittelformat, model
Kodak Tri-X 400

Der Tri-X 400 ist, wie der Ilford HP5 Plus, ein Allrounder. Mit ihm kann man so ziemlich alles fotografieren. Rein subjektiv ist er etwas schärfer als der HP5 Plus, dafür hat er einen etwas geringeren Belichtungsspielraum. Sein mittlerweile recht hoher Preis hat dafür gesorgt, dass ich doch lieber zu anderen SW-Filmen im Bereich von ISO400 greife, Auswahl gibt es da immer noch genug.
Wenn ich ihn entwickle, dann in Kodak HC-110, Verdünnung B.

Orwo NP20 (wird nicht mehr produziert)

Orwo NP20, Mittelformat, birken, natur, schwarzweiß, analog
Orwo NP20, belichtet auf ISO40

Der NP20, obwohl schon lange nicht in Produktion, ist einer meiner Lieblingsfilme. Aufgrund der langen Überlagerung von mindestens 27 Jahren bringt er es zwar nicht mehr auf seine nominelle Empfindlichkeit von DIN 20° (ISO/ASA 80), für Landschaften ist er jedoch immer noch erste Wahl bei mir. Ich belichte ihn auf ISO25, was bei einer Entwicklung in Kodak HC-110 zu den besten Ergebnisse führt.
Einen ausführlichen Bericht zum Film von mir findet ihr hier.

Orwo NP27 (wird nicht mehr produziert)

Orwo NP27, Mittelformat, birken, Landschaft, schwarzweiß, analog
Orwo NP27, belichtet auf ISO200

Der NP27 ist ein völlig anderes Kaliber als der NP20: roher, gröber und körniger. Doch auch das gefällt mir sehr. Trotz allem ist er dennoch ein immer noch recht scharf und besitzt einen ausreichenden Dynamikumfang. Ich belichte ihn auf ISO100 bis 200 und entwickle ihn in meinem eigenen Rhythmus in Kodak HC-110 (Verdünnung B). Auch in Tetenal Ultrafin kann man ihn gut entwickeln.
Wie alle Orwos wird er nicht mehr produziert, was ich sehr schade finde. Die Leute aus Wolfen verstanden ihr Handwerk und haben exzellente Filme hergestellt, die sich hinter den Produkten von Agfa, Kodak und Ilford in keinster Weise verstecken mussten.

Rollei Retro 400S

Rollei Retro 400S, Zeiss Ikon Ikonta 520/2, Wald, kontrast
Rollei Retro 400S, belichtet mit der Zeiss Ikon Ikonta 520/2 von 1934

Der Retro 400S ist nichts anderes als ein umgelabelter Agfa 400S Verkehrsüberwachungsfilm, was er mit dem JCH Streetpan 400 übrigens gemein hat. Er besitzt von Haus aus einen sehr hohen Motivkontrast und sollte möglichst genau belichtet werden. Wer ihn wie einen Kodak Tri-X oder Ilford HP5 Plus behandelt, wird sicherlich enttäuscht werden, da bei ihm Lichter sehr schnell ausbrennen und Schatten gleichsam zulaufen. Sein Dynamikumfang ist eher mit dem von Diafilmen vergleichbar und umfasst nur um die 6-7 Blendenstufen bei Normalentwicklung. Wer damit leben kann und auch mit den gelegentlich auftretenden Störungen in der Emulsion, der sollte den Film mal ausprobieren. Ich mag ihn wirklich sehr gern. Als Entwickler kommt bei mir Rollei Supergrain zum Einsatz, den ich für den Retro 400S am besten finde.

Farbnegativfilme

Fuji Pro 160NS (in Europa nicht mehr erhältlich)

Fuji Pro 160NS, analog, Mittelformat, Bornholm, Strand
Fujifilm Pro 160NS, belichtet auf ISO100

Der Pro 160NS ist ein Film, auf den ich eher per Zufall gestoßen bin. Der Portra 160 und der Ektar 100 waren im Geschäft meines Vertrauens ausverkauft, also habe ich ihn genommen und bin seitdem begeistert. Er besitzt eine ähnlich hohe Farbsättigung wie der Ektar 100, ist jedoch fujitypisch kühler abgestimmt, was gerade bei Natur- und Meeresaufnahmen sehr passend ist. Er ist subjektiv nicht ganz so scharf wie der Ektar, aber das ist meckern auf ganz hohem Niveau. Ich belichte ihn meist auf ISO100, da er mir so am besten gefällt.
Fuji bietet ihn scheinbar nur noch in Japan an, weshalb ich einige Packungen bei uns im Frost gebunkert habe.

Fuji Pro 400H

Fuji Pro 400H, analog, Mittelformat, Model
Fujifilm Pro 400H

Der Pro 400H ist das empfindlichere Pendant zum 160NS. Auch er glänzt mit einer neutralen bis leicht kühlen Farbabstimmung und einer guten Sättigung. Überbelichtung meistert er sehr gut, Unterbelichtung führt schnell zu sichtbarem Korn und einer Farbverschiebung in den Grünbereich. Wenn ich mich zwischen ihm und dem Portra 400 entscheiden müsste, würde ich definitiv den Portra vorziehen, auch wenn der weniger gesättigt ist.

Fuji Superia Venus 800

Fujifilm Venus 800, Nikon FM2, elbsandsteingebirge, sonnenaufgang
Fujifilm Superia Venus 800

Der Superia Venus 800 ist der letzte höherempfindliche Farbnegativfilm von Fuji, nachdem sie den Superia/Natura 1600 eingestellt haben. Der Venus 800 hat eine nur unmerklich gröbere Kornstruktur als der Superia Xtra 400. Dafür bildet er die Farben etwas neutraler und weniger Kühl ab. Was beide vereint ist die recht hohe Farbsättigung und der breite Belichtungsspielraum. Ich mag ihn sehr, vor allem wenn mal weniger Licht vorhanden ist. Für Aufnahmen von Landschaften und Natur ist er in meinen Augen besser geeignet als der Portra 800, allerdings ist der Venus nur im Kleinbild-Format erhältlich. Leider ist er auch nicht immer verfügbar und preislich zudem nicht sehr attraktiv.

Kodak Ektar 100

Kodak Ektar 100, Mittelformat, Sonnenaufgang, Elbsandsteingebirge
Kodak Ektar 100

Der Ektar 100 ist ein Farbnegativfilm, der von der Farbsättigung fast wie ein Diafilm wirkt. Seine warme Abstimmung lassen ihn für Portraits (rote Haut) nicht erste Wahl sein, aber für Landschaften ist er ideal. Sein nicht sichtbares Korn und seine Schärfe vervollständigen das Bild vom exzellenten Farbfilm. Gerade in den etwas anspruchsvolleren Momenten zum Sonnenauf- und untergang spielt er seine volle Stärke aus. Der Dynamikumfang ist einfach nur grandios. Ich mag ihn sehr, auch wenn er unverschämt teuer ist.

Kodak Portra 160

Kodak Portra 160, Pillnitz, Mittelformat, analog
Kodak Portra 160, belichtet auf Nennempfindlichkeit

Der Portra 160 ist ein für Portraits abgestimmter Farbfilm, was ihn etwas weniger gesättigt daherkommen lässt als beispielsweise den Ektar. Doch so einfach ist es nun auch wieder nicht. Denn der Portra, und das gilt für alle drei Varianten, ist durchaus ein Allrounder. Auf die Nennempfindlichkeit belichtet sind seine Farben immer noch respektabel satt, seine Magie spielt der Portra aber erst aus, wenn er 1 bis 2 Blenden überbelichtet wird. Dann wird seine Farbwiedergabe cremig und pastellig. Seine neutrale Abstimmung sorgt dabei für schmeichelhafte Hauttöne. Für viel Licht ist der Portra 160 eine perfekte Wahl, wenn keine übermäßige Sättigung nötig ist.

Kodak Portra 400

Kodak Portra 400, Push+2, analog, Mittelformat, Model
Kodak Prtra 400, belichtet auf ISO800, Push +2 entwickelt

Der Portra 400 ist die Allzweckwaffe unter den Farbfilmen, er verträgt eine Überbelichtung genauso gut wie eine Unterbelichtung in Kombination mit Pushentwicklung (siehe Beispielfoto). Wenn man nicht weiß, wie das Licht vor Ort sein wird, ist der Portra 400 die beste Wahl. Er ist in meinen Augen dem Fuji Pro 400H klar überlegen. Seine Qualität schlägt sich leider auch im Preis nieder, der Kodak-typisch sehr hoch ist. Dennoch ist er ein Film, den ich sehr gern und oft nutze.

Kodak Portra 800

Kodak Portra 800, Fensterlicht, Model, analog, Mittelformat
Kodak Portra 800

Der empfindlichste Vertreter der Portra-Reihe ist der Portra 800. Ihn macht zudem seine Emulsion besonders, denn er basiert im Gegensatz zu Portra 160 und 400 nicht auf der Vision3 Technologie von Kodak, sondern noch auf der älteren Vision2. Das macht ihn aber keinesfalls zu einem schlechteren Film. Auch er ist scharf, zeigt für seine Empfindlichkeit ein erstaunlich geringes Korn und zeichnet sanfte Farben. Leider ist er auch mit Abstand der Teuerste der Portras, sodass ich ihn nur in seltenen Fällen einsetze.

Diafilme

Fuji Velvia 50

Fujifilm Velvia 50, Mittelformat, mais, natur
Im Maisfeld: Fujifilm Velvia 50

Der Velvia 50 ist wohl einer der Klassiker unter den Diafilmen, nicht so legendär wie der Kodachrome, dafür aber immer noch erhältlich. Er ist eine kleine Diva, wenn es um die Belichtung geht, denn er mag weder Über- noch Unterbelichtung, eine exakte Belichtungsmessung ist bei ihm Pflicht. Die angegebenen ISO50 entsprechen jedoch nicht so wirklich der Realität, es sind eher ISO32 – ISO40. Dafür wird man mit den sattesten Farben aller Filme belohnt. Das, die überragende Schärfe und im Prinzip kein sichtbares Filmkorn machen den Velvia zum idealen Film für Landschaftsaufnahmen und übergroße Fineart-Prints. Für Portraits ist er aufgrund seiner Buntheit nicht geeignet. Preiswert ist er auch nicht, aber für so einen tollen Film gebe ich gern mal ein paar Euro mehr aus, denn die mit ihm erzielbaren Ergebnisse sind es letztlich wert.

Fuji Velvia 100

Fujifilm Velvia 100, Hasselblad 500C/M, elbsandsteingebirge, himmel
Sonnenaufgang im Elbsandsteingebirge: Fujifilm Velvia 100

Auch wenn der Velvia 100 den selben Namen trägt wieder Velvia 50, so sind beide Filme nach meiner Erfahrung nur bedingt vergleichbar. Der Velvia 100 ist etwas weniger stark gesättigt als sein 50er Pendant und auch etwas kühler abgestimmt. Das macht ihn etwas vielseitiger. Auch die ca. anderthalb Blendenstufen höhere Empfindlichkeit ist ab und an sehr nützlich, vor allem, wenn das Stativ zuhause liegt.

Kodak Ektachrome 100

Kodak Ektachrome 100, kleinbild, straße,
Straße in Polen: Kodak Ektachrome E100

Lange Zeit waren die Fujis (Velvia und Provia) die einzigen Diafilme am Markt, doch Kodak hat die Rufe der Fotogemeinde erhört und den Ektachrome E100 neu aufgelegt. Er hat einen völlig anderen Charakter als die Fujis, was gut und schlecht zugleich ist. Gut ist sein breiter Belichtungsspielraum, der fast an Farbnegativfilme heran kommt; weniger gut ist seine extrem neutrale Abstimmung, die die Ergebnisse fast schon klinisch anmuten lässt. Er ist mir schon zu perfekt. Auch sein Preis liegt nochmal ein paar Euro pro 5er-Pack über den Fujis, sodass ich ihnen treu bleibe und den Ektachrome erstmal nicht weiter nutze.

Kodak Ektachrome 100VS (wird nicht mehr produziert)

Kodak Ektachrome E100VS, Landschaft, Mittelformat, analog
Feldweg mit Birke auf Kodak Ektachrome E100VS

Kodak hat den Ektachrome in verschiedensten Varianten hergestellt, unter anderem auch als E100VS (VS für vivid saturation). Und der macht seinem Namen alle Ehre, denn er gibt die Farben leuchtend und satt wieder. Durch seine Überlagerung haben meine Rollen eine Farbverschiebung in Richtung violett-magenta erfahren, was aber die Bildstimmung teilweise noch unterstützt. In den anderen Fällen war sie leicht im Scanprozess zu korrigieren. Der E100VS gefällt mir eindeutig besser als der neu aufgelegte E100, schon allein weil letzterem Charakter fehlt. Den gegenüber den Fujis höheren Belichtungsspielraum zeigt der E100VS übrigens auch schon.
Ich habe hier ausführlicher über ihn berichtet.

Kodak Ektachrome 320T (wird nicht mehr produziert)

Kodak Ektachrome E320T, kleinbild, sonnenaufgang, landschaft
Kodak Ektachrome E320T bei Tageslicht, entwickelt in E-6

Der Kodak Ektachrome E320T ist ein auf Kunstlicht abgestimmter Diafilm, der nun auch schon einige Jahre nicht mehr produziert wird. Entsprechend gibt es nur noch überlagerte Restbestände. Er ist dennoch ein interessanter Film, vor allem wegen seiner Sensibilisierung auf Kunstlicht. Bei Tageslicht fotografiert hüllt er die Szene in einen violett-blauen Grundton, nachts auf der Straße bleiben die Farben neutral.
Interessanterweise werden die Farben im Cross-Prozess bei Tageslicht recht neutral und ziemlich satt. Dafür wird das Ergebnis ziemlich grob und körnig. Mehr dazu findet ihr hier.

Kodak Ektachrome 320T, analog, Kleinbild, cross
Kodak Ektachrome E320T, cross-entwickelt in C-41

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